BETREUUNGSZENTREN FÜR KINDER

INDIEN + NEPAL

In unseren zwei Kids Cares in Indien betreuen wir insgesamt 180 Kinder. Die Mädchen und Jungen kommen nach der Schule selbständig in unsere Kinderbetreuungszentren oder werden von unserem Schulbus in ihrem Dorf abgeholt. Dort werden sie liebevoll, mit viel Geduld und Verständnis von unserem Team betreut. Neben der Hausaufgabenbegleitung werden verschiedene Schulfächer, Grundregeln der Hygiene sowie Wissenswertes über Ernährung vermittelt. Ebenso erlernen die Kinder durch Spiele wichtige Sozialkompetenzen, wie zum Beispiel das Lösen von Konflikten ohne Gewalt.

Auch um die Gesundheit und das Immunsystem der Mädchen und Jungen kümmern wir uns. Sie erhalten medizinische Betreuung und jeden Abend eine reichhaltige Mahlzeit. Mit den Eltern der Kinder arbeiten wir eng zusammen, fördern den Austausch und sensibilisieren sie für die Missstände in den Familien. Hauptthemen sind häusliche Gewalt, die Wichtigkeit von Bildung sowie der allgemeine Umgang der Eltern mit ihren Kindern. Darüber hinaus sprechen wir Suchtverhalten, Gesundheit und Wege aus der Armut an.

Noch heute werden in Indien Kinder für sexuelle Ausbeutung oder als kostenlose Arbeitskräfte entführt. Durch unsere Arbeit können wir die Kinder davor schützen.

Im „Theler Kids Care“ bieten wir zudem eine Tagesstätte für Kinder mit Beeinträchtigungen. Wir fördern die Mädchen und Jungen nach ihren individuellen Möglichkeiten, unterstützen sie bei der Körperpflege, bieten medizinische Betreuung und stellen zwei Mahlzeiten pro Tag bereit. Neben der Begleitung der Kinder arbeiten wir auch mit deren Eltern zusammen. Sie sollen die Beeinträchtigung ihres Kindes verstehen und lernen, positiv damit umzugehen. Unsere Aufklärungsarbeit geht zudem über die Familien hinaus und erreicht die gesamte Dorfbevölkerung.

Theler Kids Care & House of Hope

In unseren Projektdörfern litten die Kinder lange Zeit unter mangelnder Bildung, grosser Armut und massiver Gewalt innerhalb der Familien. Viele waren sowohl emotional als auch physisch verwahrlost. Hunger ist in diesen Regionen kein Ausnahmezustand, sondern Alltag. Zwar sind staatliche Schulplätze kostenlos, doch oft schicken die Eltern ihre Kinder nicht in die Schule. Hinzu kommt, dass viele Lehrpersonen wenig qualifiziert sind und häufig selbst nicht zum Unterricht erscheinen.

Tagesstätte für Kinder mit Beeinträchtigungen – Caring for Smile

Kinder mit einer Beeinträchtigung gehören zu den am stärksten gefährdeten Gruppen. Die Vernachlässigung, der sie oft ausgesetzt sind, kann massive Auswirkungen auf ihre Lebenserwartung haben oder sogar zum Tod führen. Manche Familien schrecken nicht davor zurück, ihr Kind umzubringen. Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen sind häufig massiven Vorurteilen ausgesetzt und werden teilweise auch von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Projektziele

1. Sicherer Ort für die Kinder
Nach Schulschluss werden die Kinder von lokalen Mitarbeitenden betreut. Sie
erhalten Unterstützung bei den Hausaufgaben, werden zu Spielen angeleitet und
erhalten die Möglichkeit, sich über die Probleme zu Hause und in der Schule auszutauschen. Die Kinder bekommen Struktur in ihren Alltag und weitere Bezugspersonen ausserhalb ihrer Familie. Auf diese Weise können sie von gewaltvollen
Handlungen der Eltern teilweise geschützt werden und erhalten die Motivation
ein eigenes Leben ohne Gewalt zu führen.

2. Ausgewogene Ernährung
Die Kinder erhalten abends eine nahrhafte Mahlzeit, die sie körperlich stärkt und
gesund hält.

3. Gewaltfreies Miteinander in den Familien und in der Dorfgemeinschaft
Mit verschiedenen Hilfsmitteln erlernen die Kinder und ihre Eltern die positiven Auswirkungen eines gewaltfreien Zusammenlebens in der Familie und der
Gemeinschaft. Sie erhalten Wissen über verschiedene Möglichkeiten Gewalt zu
verhindern und können dieses in der Praxis umsetzen.

4. Suchtprävention und Begleitung aus der Abhängigkeit
In der Gruppe werden die Dorfbewohner motiviert, sich mehr um ihre Kinder zu
kümmern und einen Weg aus der Alkoholabhängigkeit zu finden.

«Die verschiedenen Kinderzentren gehören mittlerweile für viel Mädchen und Jungs  zum gewohnten Alltag. Hier dürfen sie für einige Stunden einfach Kind sein. Ohne den Belastungen ihres täglichen Lebens schutzlos ausgeliefert zu sein. Viele Kinder die wir da betreuen erleben Gewalt, physisch und emotionale Verwahrlosung, so wie teils auch an Hunger leiden.»