Was uns gerade beschäftigt…

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Das Jahr schien für uns erst ruhig, dann jedoch kamen einige Herausforderungen auf uns zu. Die Welt spielt verrückt und das nicht nur in anderen Ländern, sondern auch hier in Indien. Anfang des Jahres wurde ein Polizeibericht veröffentlicht, der zeigt, dass in den ersten zwei Wochen in New Delhi, der Hauptstadt von Indien, über 800 Menschen als vermisst gemeldet wurden. 500 von ihnen waren Frauen und Mädchen. Obwohl ich weiss, dass diese Anzahl vermisster Menschen hier keine Seltenheit ist, ist es was anderes, das so offiziell zu lesen. Und genau dieses Thema beschäftigt unser Hope is life Team immer wieder, auch in diesen Tagen. Auch in unseren Dörfern gibt es Situationen in denen wir einschreiten müssen. Zum Beispiel um Familien zu erklären, dass der Verkauf eines Kindes illegal ist und mit Gefängnis bestraft wird. Oft sind auch staatliche Behörden in Kinderhandel verwickelt und versuchen auf teils ausgeklügelte Weise den Familien ihre Kinder abzunehmen. Sie versprechen den Eltern, dass es den Kindern danach viel besser gehen werde und die Eltern an die Zukunft der Kinder denken müssen. Die Kinder werden dann als Adoptivkinder oder für andere sehr verstörende Zwecke verkauft.

 

Schutz für unsere Kinder…

Zurzeit unterstützen wir in unseren Projektorten in Indien einen Vater, welcher seine Ehefrau und Mutter der Kinder, durch eine Erkrankung verloren hat. Die Behörden setzen den Vater nun unter Druck, da sie seine zwei Babies auf illegalem Weg an sich nehmen möchten. Die Kinder sind in unserem Partnerkrankenhaus und somit sicher. Niemand kann die Kinder aus dem Krankenhaus nehmen, ohne unsere Einwilligung. Ebenso haben wir einen Anwalt eingeschaltet, der uns in dieser Situation unterstützt.

Es bestärkt mich, in solchen Situationen meine Projektpartnerin Anuma und unser gesamtes Team an meiner Seite zu haben. Anuma hat enorme Stärke bewiesen und sich den Behörden widersetzt, als diese sie aufforderten, zu unterzeichnen, um so die zwei Babies mitzunehmen.

Solche Situationen zeigen auf, wie wichtig unsere Projekte für Kinder und deren Familie sind. Nicht nur aufgrund der Bildung, ausgewogener Nahrung und medizinischer Versorgung die sie bei uns erhalten, sondern ebenso für ihre Sicherheit. In den Kids Cares, im Patenschaftprojekt und auch in unserem neueren Projekt Caring for Smile, sind Kinder bei uns eingebunden. Wir sehen sie regelmässig und es würde auffallen, wenn sie einfach verschwinden. Und falls doch, würden wir uns auf die Suche nach ihnen machen. Bis anhin war dies glücklicherweise nicht notwendig. Oft werden Kinder aus mittellosen und schulisch ungebildeten Familien entführt. Diese Familien wissen oft nicht wie sie sich zur Wehr setzen können. Sie kennen ihre Rechte nicht und  fürchten sich teils vor der Polizei und machen deshalb keine Anzeige. Ebenso werden den Eltern Lügen aufgetischt. Wie zum Beispiel, dass das Kind bessere Chancen im Leben haben wird, wenn sie es hergeben. In den nächsten Wochen werden wir unser Augenmerk intensiver auf dieses Thema richten. Ich werde das Team erneut zu diesen Punkten sensibilisieren und wir werden ebenso die Eltern erneut aufklären.

Wie wir uns noch weiter für den Schutz von Kindern stark machen…

In diesem Jahr möchten wir uns darauf fokussieren, weiteren Kindern diesen wichtigen Schutz zu bieten. In unserem Theler Kids Care möchten wir zusätzliche 40-50 Kinder aus einem weiteren Dorf willkommen heissen. Aus einem Dorf in welchem viele Väter dem Alkohol verfallen und die Kinder somit einem noch grösseren Risiko ausgesetzt sind, Opfer von Menschenhandel zu werden. Auch in unserem House of Hope Kids Care soll es Veränderungen geben. Die Räumlichkeiten sind zu klein und bieten keinen Aussenbereich. Unser Wunsch ist es, in diesem Jahr für unsere House Of Hope Kinder ein neues Kids Care zu bauen. Mit dem Ziel statt 60 Kinder, 150 Kinder aufnehmen zu können. In unserem Caring for Smile  Zentrum planen wir ebenso weitere Kinder zu integrieren und ihnen somit mehr Schutz zu bieten. Wie schon im letzten Newsletter erwähnt, wollen wir auch in Nepal unser Kinderheim Maya ko Ghar vergrössern. Dies wird weiteren Kinder psychischen und physischem Schutz bieten.

Podcastfolge 15: Suhan…und was ihn zum Quietschen bringt

n dieser Folge erfährst du etwas über das Leben von Kindern mit einer Beeinträchtigung und ihren Eltern in Indien und darüber, wie wir mit einfachen Mitteln einen sicheren und fröhlichen Ort geschaffen haben: Caring for Smile.

Mit dieser Folge verabschiedet sich Jette von unserem Podcast, da sie sich künftig intensiver auf ihre weiteren Aufgaben für Hope is life fokussieren möchte. Ich hatte grossen Spass mit Jette diese Folgen zu gestalten und bin dankbar für die bereichernde Zusammenarbeit.

Ob es weitere Folgen geben wird steht in den Sternen. Gerne nehme ich Feedbacks, Ideen und Anregungen für eine mögliche Zukunft des Podcasts entgegen.

Falls du Fragen hast oder Feedbacks zu unserer Arbeit, schreibe mir eine E-mail oder kontaktiere mich über meine WhatsApp Nummer +41786614419

Alles Liebe

Andrea